Herzlich willkommen auf der Website des Gisela-Gymnasiums

Das Gisela-Gymnasium ist eine Schule im Herzen Schwabings, direkt neben dem Elisabethplatz. Mit seiner Jugendstilfassade trägt das 1904 errichtete und unter Denkmalschutz stehende Schulgebäude zum unverwechselbaren Charme dieses Platzes bei.

Ausbildungsrichtungen

Das Gisela-Gymnasium bietet mit der naturwissenschatlich-technologischen und der sprachlichen zwei Ausbildungsrichtungen an.

Inklusion am Gisela

Das Gisela-Gymnasium in Schwabing begleitet hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler seit über 30 Jahren auf ihrem Weg zum Abitur.

Unser Selbstverständnis

Das Gisela-Gymnasium ist eine kosmopolitische Schule mit festen Wurzeln in München-Schwabing und internationalen Kontakten.

Die Namenspatronin unserer Schule, Erzherzogin Gisela von Österreich, wurde am 5. Juli 1856 als Tochter des österreichischen Kaísers Franz Joseph I. (1821 / 1848 - 1916) und seiner Frau Elisabeth, einer bayerischen Prinzessin genannt "Sissi", geboren. Bereits mit 16 Jahren wurde sie auf Drängen ihrer Mutter mit dem 26-jährigen Sohn des späteren bayerischen Prinzregenten Luitpold, Prinz von Bayern, verheiratet. Nach der Hochzeit in Wien 1873, mit der Gisela Prinzessin von Bayern wurde, ließ sich das Paar im "Leopoldschlössel" an der Schwabinger Landstraße, der heutigen Leopoldstraße, nieder. Das Palais war von Leopolds Großvater, König Ludwig I. von Bayern, als Villa in italienischem Stil mit anschließender Parkanlage erbaut worden.In der Nazizeit wurde das Schloss enteignet und im 2. Weltkrieg bei einem Luftangriff völlig zerstört. In den Jahren nach 1873 war das Palais ein gesellschaftlicher Mittelpunkt in München. Hier führte das Paar ein sorgloses Leben. Gisela und ihre vier Kinder vergnügten sich mit Reiten im Englischen Garten, mit Schlittenfahren im Winter und Radfahren, das damals in Mode kam. Die glücklichen Jahre währten jedoch nicht lange. 1886 kam König Ludwig II. im Starnberger See zu Tode, 1889 nahm sich Giselas Bruder, der österreichische Thronfolger, das Leben und 1898 wurde ihre Mutter in Genf bei einem Attentat ermordet. Gisela widmete sich so fortan mehr und mehr sozialen Aufgaben. Sie gründete und unterstützte Vereine für Arme, Blinde, Kranke und Taubstumme, in denen sie selbst aktiv mitarbeitete, so dass sie in München von vielen als "Der gute Engel von Wien" bezeichnet wurde. Am 8. August 1904 machte der Landratsausschuss den Vorschlag, die neue Kreisrealschule, die am Elisabethplatz im Entstehen war, "Gisela-Kreisrealschule" zu Ehren ihrer "Kaiserlichen und Königlischen Hoheit" zu benennen. Prinzessin Gisela erteilte dazu auf Anfrage des Kultusministeriums ihre Zustimmung. Nachdem die Schule im September 1904 den Unterricht aufgenommen hatte, besuchte sie Prinzessin Gisela "mit großem Gefolge" und wurde dort vom "Rektor, den Lehrern und Schülern feierlich empfangen". Der Ausbruch des 1. Weltkrieges trennte die Familie. Prinz Leopold, der im Laufe des 19. Jahrhunderts militärische Karriere gemacht hatte und mit 41 Jahren General des 1. Bayerischen Armeekorps geworden war, wurde 1916 preußischer Generalfeldmarschall und Nachfolger Hindenburgs als Oberbefehlshaber an der Ostfront. Prinzessin Gisela kümmerte sich während des Krieges in München um verwundete Soldaten. Als in München im November 1918 die Revolution ausbrach, flüchtete die königliche Familie aus der Stadt. Gisela blieb in München. Sie beteiligte sich im Januar 1919 an der Wahl zur Nationalversammlung, bei der Frauen zum ersten Mal das Wahlrecht ausüben konnten. Gisela fügte sich in die neue Situation, stand aber der Weimarer Republik zurückhaltend gegenüber und zog sich aus der Öffentlichkeit ins private Leben zurück. Ihr Mann Prinz Leopold starb 1930, Prinzessin Gisela am 27. Juli 1932. Sie ist neben ihrem Mann in der Krypta der Michaelskirche in München bestattet.

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